E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Musisches Gymnasium

Fair-rückt

E.T.A.-Schokoladen-Lieferservice in Coronazeiten
k signal 2020 04 08 172828

An einem unserer wöchentlichen Fair-Trade Treffen im Februar erzählte uns Frau Zellmann, dass man bei GEPA fair gehandelte Schokoladentafeln mit eigenem Design bestellen kann. Wie cool wäre das denn: Eine Schokolade mit ETA-Design. Gesagt, getan: Ende Februar steht das Design und Anfang März sind die hundert Schokoladentafeln da.
Doch dann kam die Meldung, mit der keiner gerechnet hat. Die Schulen bleiben vorerst bis 19.4. zu. Das war natürlich für unseren Plan, die Schokoladen am Frühlingskonzert zu verkaufen, nicht sonderlich gut. Für die 100 Tafeln Schokoladen musste eine Lösung her. Da kam uns die Idee, die Tafeln auf Bestellung als Ostergruß mit dem Fahrrad, natürlich unter Einhaltung jeglicher Regeln, zu den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6.Klassen nach Hause zu bringen. Wir verfassten also einen Brief an die Eltern und versendeten ihn übers Elternportal. Und schon kurze Zeit später trudelten die ersten Bestellungen ein. Nach ungefähr zehn Stunden war unser ganzer Schokoladenvorrat ausverkauft. Damit hätte keiner gerechnet. Immer mehr E-Mails von Eltern, die unser Projekt super finden und sich schon auf die Schokoladen freuten, kamen bei uns an. Also bestellte Frau Zellmann gleich nochmal 100 Tafeln, während wir Schokoladenpäckchen zusammenstellten und anhand eines Stadtplans die Adressen ausfindig machten, um dann die Gebiete einzuteilen. In der ersten Osterferienwoche zogen wir los. Am ersten Tag waren alle Bestellungen aus 96049 an der Reihe. Bei schönstem Wetter klapperte die eine den Stephansberg ab, die andere die Altenburgerstraße und die nächste den Kaulberg. Am nächsten Tag ging es weiter. Eine fuhr in den Stadtteil 96052, eine in den Hain und die letzte zur ERBA-Insel. Danach hatten wir erst mal eine „Liefer-pause“, wobei trotzdem ständig neue Bestellungen auf unserem E-Mail-Account ankamen, die beantwortet werden mussten. Und dann trafen endlich die nächsten 100 Schokoladen bei uns ein. Also wieder Päckchen packen, Stadtplan studieren und schließlich aufs Fahrrad steigen und losfahren. Diesmal durften wir sogar im Zweierteam losradeln, was das ganze natürlich etwas unterhaltsamer gemacht hat. Danach hatten wir nur noch vier Adressen, die wir mit den Schokoladen im Gepäck anfahren mussten und machten uns am Tag darauf auf den Weg. Erst über die Altenburg zur Wildensorgerstraße, dann über den Domberg zur Konzerthalle und schließlich raus in Richtung Hauptsmoorwald. Endlich waren alle mit Schokolade versorgt und wir belohnten uns mit einer Kugel Eis.


Jule Prell, Lynn Anders, Anna Barnickel, 9b