E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Musisches Gymnasium

Lehrgang "Szenisches Lernen" für StRefs

Referendare erproben Möglichkeiten der szenischen Umsetzung von Unterrichtsinhalten. Vorschau

Schon fast zur Tradition geworden ist der Lehrgang „Szenisches Lernen“ für Referendare, der jedes Jahr die angehenden Lehrer und Lehrerinnen mit der etwas anderen Unterrichtsmethode in Kontakt bringt. 33 Referendare und Referendarinnen aus den verschiedensten oberfränkischen Seminarschulen fanden sich in den letzten Tagen vor Weihnachten am E.T.A. ein, um sich von fachkundigen Referenten Impulse für die Arbeit im alltäglichen Unterricht geben zu lassen. Theatrale Methoden und szenische Elemente können nämlich sehr von Vorteil sein, damit Lernstoff anschaulicher vermittelt, nachhaltiger gefestigt und anschaulicher eingeübt werden kann. Dass dies in vielen Fächern für zahlreiche Unterrichtsinhalte gewinnbringend ist, war das einhellig positive Resümee der Teilnehmer.

Der erste Tag war angefüllt mit vielen Informationen und die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten szenischen Lernens. OStDin Endres veranschaulichte zunächst, durch welche körpersprachlichen und praktischen Übungen die Basis für szenisches Arbeiten gelegt werden kann, um anschließend einen kurzen Überblick über die zentralen Methoden zu geben. Die optischen und haptischen Spielträger standen im Zentrum von StRin Seniuks Beitrag. Über die Einsatzmöglichkeiten von Video im Unterricht informierte StD Landgraf, und OStR Werner konnte inspirierende Anregungen für die Anwendung akustischer Mittel geben.

Die Arbeit am anschließenden Tag fand in fünf verschiedenen Facharbeitskreisen statt, deren exemplarische Arbeitsergebnisse am letzten Tag im Plenum präsentiert wurden: Der FAK Kunst/Psychologie (StRin Seniuk) veranschaulichte in „Schrei wenn du kannst!“ die Auswirkungen von Bildern auf Emotionen. Der Gruppe Geschichte um OStRin Götz-Dittebrandt gelang eine sinnfällige Herangehensweise an die „Lebenswelt des Barock“, deren Zerrissenheit durch die szenischen Elemente deutlich herausgearbeitet werden konnte. Edward Hoppers „Nighthawks“ inspirierte den FAK Englisch (OStRin Morcinek) zu einer modernen Darstellung des Themas in Spiel und Gedicht, während der FAK Deutsch (StDin Zeitler) sich einerseits mit der Innensicht der Figuren einer Kurzgeschichte und andererseits mit dem Sexappeal guten Argumentierens beschäftigte. Den Abschluss bildete der Film „StRef lings Leid“ der Videogruppe von StD Landgraf.

Von Teilnehmern wie von Referenten wurde am Ende ein durchwegs positives Fazit gezogen. Wieder einmal konnten alle mit neuen Eindrücken an ihre Schulen gehen. Das E.T.A. bedankt sich bei der MB-Dienststelle Oberfranken, die diesen Lehrgang alljährlich ermöglicht.

Text und Bilder: T. Morcinek