E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Musisches Gymnasium

Nachtreffen Taizé

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„Anfangs war es schon komisch, zu Hause wieder mit Messer und Gabel zu essen…“

Knapp zwei Monate nach der Taizé-Fahrt 2022 trafen sich begeisterte Taizé-Fahrer/innen, Schüler/innen wie Lehrkräfte, am späten Nachmittag in der Schulkapelle.
Wie war die Ankunft daheim? Was hat weitergewirkt? Wie könnte man diese Erfahrungen auch in die Schule und in den Alltag einbringen?

Deutlich entspannt sei man zu Hause angekommen, egal wie stressig das Schuljahr und die letzten Schulwochen auch gewesen sein mögen. Es habe gutgetan, einfach loszulassen, zu sich zu kommen, aufzutanken, neue Kraft zu schöpfen, um dann gestärkt in die Ferien zu gehen.

Ein weiterer Aspekt war die Konfrontation mit dem „Luxus“ zu Hause, der einem nach einer Woche einfachem Leben erst bewusst wurde. Wie schnell hatte man sich an den Löffel als „Multifunktionsbesteck“ und die Plastikbowl als „Allroundgeschirr“ gewöhnt, an lange Essenschlangen und an zugeteilte Portionen – und stand dann plötzlich wieder vor einem riesigen Küchenschrank (und einem gut gefüllten Kühlschrank) zu Hause. Auch das Gewimmel in den Straßen und Geschäften, der Lärm und Verkehr in der Stadt drang viel stärker und unangenehmer ins Bewusstsein. Der Wunsch danach, schlichter und ruhiger zu leben, ist groß.  

Für viele war es eine prägende religiöse Erfahrung, dass man überhaupt in eine Kirche geht (und das gleich dreimal am Tag), dass man gemeinsam mit vielen Jugendlichen aus aller Welt betet, singt und schweigt, sich über Lebensfragen austauscht und jeder in seiner Besonderheit wertgeschätzt und akzeptiert wird. Glaube und Gemeinschaft durften neu und ganz anders gesucht, erlebt und gelebt werden.

Nur – wie geht es nun zu Hause weiter?
Man kann Gebete mit Gesängen aus Taizé in den verschiedenen Kirchengemeinden besuchen, wenn man nicht erwartet, dass es „genauso“ ist wie in Taizé. Ziemlich nahe an das „Original“ heran kommt die „Nacht der Lichter“ im Bamberger Dom, die am 11. November um 19.30 Uhr stattfinden wird, hoffentlich wieder mit reger (musikalischer) Beteiligung von E.T.A.-Schüler/innen. Und natürlich können wir auch im kleinen Kreis an unserer Schule miteinander singen, spielen, uns austauschen, Gebete vorbereiten und dazu einladen.

Geplant wurde daher, sich immer am ersten Dienstag nach den Ferien um 13.00 Uhr zum Taizé-Gebet zu treffen, das nächste Mal also am Dienstag, den 8. November (bitte Aushänge und Durchsagen beachten). Angeregt wurde auch, gelegentlich zehnminütige „Taizé-Pausen“ mit einem Impuls und zwei Liedern am Vormittag anzubieten. Und natürlich sollen die neuen Neuntklässler/innen bei der Infoveranstaltung vor der Fahrt 2023 „aus erster Hand“ erfahren, was sie in Taizé erwartet und worauf sie gespannt sein dürfen. Ein kleines Multiplikatoren-Team aus Schülerinnen und Schülern hat sich gefunden, Verstärkung ist jederzeit willkommen!

Abschluss und Höhepunkt des Treffens war ein Taizé-Gebet, das von dieser Gruppe von Schülerinnen und Schülern inhaltlich wie musikalisch vorbereitet und durchgeführt wurde - mit großem Engagement, vielfältiger Besetzung und wohltuendem Klang (Gitarre, Querflöte, Klarinette, Klavier, Sologesang). Und natürlich sangen alle Besucher/innen, darunter sogar einige Eltern, eifrig (mehrstimmig) mit, sodass auch in unserer Schulkapelle der „Sehnsuchtsort Taizé“ erfahrbar werden konnte.   

(Angela Kestler für das gesamte Team)