E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Musisches Gymnasium

Dem Fremden begegnen – hautnah

Besuch der Ausstellung „Kirche in Nordostinidien“
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Einladend wirkte sie – die Kirche Nordostindiens. Und bunt und vielfältig. Keinen steilen Zugang galt es zu überwinden, sondern man konnte sich gleichsam hinabgleiten lassen, langsam eintauchen in ihre Welt beim Hinabsteigen der Stufen der Domkrypta.

Kennenlernen wollte das W-Seminar Religion diese Kirche und war schon auch überrascht. Von großem kulturellem Reichtum ist da die Rede, von Vielfalt, aber auch von Konflikten, von Protestbewegungen und von Frauenrechten. Von neuem Weg, Kirche zu sein in kleinen Gemeinschaften. Und dann von Gebet und gemeinsamer Zukunftsgestaltung, die auch Probleme zu lösen imstande ist. Abgesehen von Projekten, die eine nachhaltige Nutzung der Umwelt zeigen. Eine Kirche, die tatsächlich und praktisch nach Lösungen sucht für das Wohl der Menschen, eine Kirche, die mit den Menschen gemeinsam auf dem Weg ist.
Solch Fremdes fasziniert, lässt aber auch Arbeit und Anstrengung erahnen. Und die Beschreibung des Wirkens des fränkischen Paters Hopfenmüller in Indien wird gar kaum verstanden – ein Leben in Askese und Selbsthingabe scheint außerhalb des Blickfeldes.
Verstehen wollte man, sich einlassen auf diese ferne Welt – direkt vor Augen lag sie. Und doch ließ sie sich nicht vereinnahmen, blieb fremd, bei aller Anziehung und Faszination.

Walburg Lechner