E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Musisches Gymnasium mit Lang- und Kurzform

Vegetarisch? - Nicht mit uns!

Orientierungstage der 9. Klassen im Februar 201920190212 102349 001 kl

Vegetarisch? - Nicht mit uns!

So haben viele von uns reagiert, als wir vom Thema unseres Orientierungstages erfahren haben. Wir, die Klasse 9c des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums, hatten nämlich die Aufgabe, ein vegetarisches 4-Gänge-Menü für beinahe 30 Personen kochen. Und das sollte dann ja auch noch schmecken!
Dieser Herausforderung stellten wir uns am 12.02.2019 im "Haus Miteinander" in Gaustadt.
Ziel des Orientierungstages war es, die eigene Persönlichkeit und auch das Gemeinschaftsgefühl in der Klasse zu stärken.
Zuerst lernten wir die Erlebnispädagogin Susanne Stadler kennen, die uns durch den Tag begleitet hat. Wir begannen mit einem kleinen Spiel an der frischen Luft und begaben uns dann zurück ins Haus. Dort besprachen wir in einem Stuhlkreis den folgenden Tagesablauf. Zu Beginn erklärte uns Frau Stadler unsere Persönlichkeit am Beispiel einer Insel, die sich stetig verändert, so wie es auch unsere Persönlichkeit tut. Durch dieses Beispiel wurden wir alle zum Nachdenken über uns selbst und über unser Leben angeregt. Um unsere Stärken zu finden, lernten wir im nächsten Teil, wie man seinen Mitmenschen ein konstruktives Feedback gibt. Auch dazu hatte unsere Kursleiterin bereits eine Übung vorbereitet. Nach kurzem Überlegen lösten wir gemeinsam die Aufgabe.

Nun ging es endlich ans Kochen. Nach dem Zufallsprinzip wurden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe sollte ein eigenes Gericht kreieren. Die Schwierigkeit lag allerdings darin, dass uns nur eine begrenzte Menge an Zutaten zur Verfügung stand.
Sofort machten sich alle unter lauten Diskussionen ans Werk. Trotz großem Durcheinander und Platzmangel schaffte es schließlich jede Gruppe, sich auf ein Rezept für ein vegetarisches Gericht zu einigen. Alle begannen sogleich mit den ersten Handgriffen. Schließlich musste Gemüse geschnitten, Reis gekocht, Teig und vieles anderes vorbereitet werden. Nach zwei Stunden Arbeit kamen wir dem langersehnten Essen immer näher, aber natürlich war noch die Festtafel für das bevorstehende Menü zu decken. Während sich einige Schüler dieser Aufgabe widmeten, gaben die anderen ihren Gerichten den letzten Schliff.
Kurz bevor das Essen serviert wurde, traf als Gast eine Bewohnerin des Generationenhauses, ein. Sie wurde zu ihrem Platz in der Mitte des Tisches begleitet und herzlich begrüßt. Nun konnte endlich der erste Gang serviert werden. Nach einer kurzen Tischrede, die jede Gruppe vor ihrem selbst ausgedachten Gericht vortrug, begannen wir mit dem Essen. Der erste Gang bestand aus selbstgemachten Kartoffelchips mit zwei unterschiedlichen Dips. Darauf folgte eine klare Gemüsesuppe mit Linsen. Die Tischrede hierzu wurde sogar in Gedichtform vorgetragen. Den eigentlichen Hauptgang stellte ein leckeres Gemüse-Curry mit Reis und Tofu dar. Nach der vierten und letzten Tischrede konnte dann zur Abrundung auch die Nachspeise zur Tafel gebracht werden. Hierfür hatten sich die Schüler einen lustigen Namen ausgedacht: "Der dunkle Herbert" war ein Schokoladen-Pfannkuchen mit Sirup, und dazu bekam jeder noch ein Schälchen mit frischem Obstsalat. Nach so einem gelungenen Essen konnte jetzt wirklich niemand mehr hungrig sein!
Gestärkt von dem 4-Gänge-Menü ging es dann ans Aufräumen der Küche. Nach der Verabschiedung unseres Gastes mussten alle zusammen helfen, um Geschirr, Tische und Böden wieder auf Hochglanz zu bringen. Nach kurzer Zeit war der ganze Raum wieder sauber - das gemeinsame Aufräumen hat sogar fast Spaß gemacht.
Dann ging es weiter zum zweiten theoretischen Teil an diesem Tag. Mit unseren Lehrern bildeten wir einen Stuhlkreis und diskutierten erst in Kleingruppen, dann alle zusammen über die vergangenen Stunden. Hierbei konnten alle Schüler das zuvor Gelernte gut anwenden: Den Mitschülern wurde ein Feedback zu den servierten Gerichten gegeben und die besonderen Stärken der anderen wie beispielsweise Teamfähigkeit, gute Organisation oder Zeitmanagement wurden angesprochen. Gegen 15.30 Uhr beendeten wir schließlich unseren Orientierungstag. Einige von uns haben sicherlich neue Talente in sich entdeckt und vor allem ihre Meinung geändert: Vegetarisch? - Auf jeden Fall mit uns!

Julia Dorsch, Miriam Kalke, Agnes Knetsch, Ronja Wildensteiner, 9 c

Fotos: W. Lechner