E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Musisches Gymnasium

Salvete, pueri et puellae! Legionarius Romanus sum.

Experimentelle Archäologie am E.T.A.
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Die SchülerInnen der 5. und 6. Klasse des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums erlebten am 25.02.2019 einen aufregenden Vormittag! Denn ein Legionär mitsamt Rüstung, Bewaffnung und Schilden hatte sich auf den Weg gemacht ins ferne Germanien, um etwas aus seinem Alltag und dem Kampf gegen die Feinde Roms zu erzählen.
Josef Geisberger, studierter Historiker der Universität Regensburg, brachte gut gelaunt und unterhaltsam viele interessante Informationen nahe. Zum Hintergrund: Der experimentelle Archäologe versucht mithilfe möglichst realistischer Nachbauten und Nachempfindungen, wie z.B. einem 500km langen Marsch mitsamt 25 kg schwerer Ausrüstung, herauszufinden, wie die Menschen vor über 2000 Jahren gelebt haben.
Auch wenn der Sold sicher für die damalige Zeit beachtlich war und die Aussicht auf Ruhm und Ehre viele römische Bürger zum Militär führte, war das Leben der Legionäre nicht leicht. So musste man mit sieben anderen Legionären ein kleines Zelt teilen oder hunderte Kilometer weit marschieren, und das alles in ledernen Sandalen, die an der Sohle komplett mit Nägeln beschlagen waren. Alle persönlichen Dinge musste der Legionär selbst tragen; auf das Maultier für die acht contubernales konnte man lediglich Werkzeug, Zelt und Nahrungsvorräte packen. Diese Erfahrung durften auch etliche Schüler machen, die hinter dem großen und schweren Schild fast gänzlich verschwanden. Die Legionäre erprobten im Kampftraining auch komplizierte Kampfformationen und Kommandos, welche die römischen Legionen im Krieg zu so schwer besiegbaren Gegnern machten. In zwei Durchläufen durften Jungen und Mädchen die berühmte Schildkröten-Formation ausprobieren. Den Schild über den Kopf des Vordermanns oder der Vorderfrau zu halten, ohne diesem dabei eine draufzuhauen, war gar nicht so einfach. Unsere Fünft- und Sechstklässler wären jedoch sicher ziemlich gute Legionäre geworden, denn zumindest die Befehle „pugnate“ und „movete“ beherrschten sie schnell. Herr Geisberger bot einen richtig spannenden und unterhaltsamen Einblick in das vielfältige Leben des Legionärs. Ob die Mädchen oder die Jungs nun besser als Legionäre geeignet gewesen wären? Alle machten mit Helm, Schild und Schwert eine sehr gute Figur!

Zm und Zi