E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Musisches Gymnasium mit Lang- und Kurzform

Preisverleihung in Berlin

Céline Sauer erhält Preis des BundestagspräsidentenIMG 20180928 WA0034

65. Europäischer Wettbewerb: Celine Sauer nimmt den Preis des Bundestagspräsidenten in Berlin entgegen. Der europäische Wettbewerb stand dieses Jahr unter dem Motto: „Denk mal- worauf baut Europa?“.

Meine Arbeit, zum Thema „Vom Hofmaler zum Selfie“, eine Zeichnung, die die Selbstinszenierung, von Kim Kardashian mit der Darstellung Leonardo da Vincis Mona Lisa, in Kontrast setzen soll, wurde mit dem Preis des Bundestagspräsidenten ausgezeichnet und somit hatte ich die Möglichkeit vom 25. bis zum 28. September nach Berlin zu fahren. Gegen Mittag, am Dienstag dem 24.September, bin ich in Berlin angekommen. Unsere Gruppe von insgesamt 28 Preisträgern hat sich im Hotel Transit in Kreuzberg das erste Mal getroffen. Daraufhin sind wir gemeinsam mit der U-Bahn zum Paul-Löbe-Haus (das steht direkt neben dem Bundestag und dort arbeiten hauptsächlich die Ausschüsse unserer Regierung) gefahren, wo wir uns daraufhin gegenseitig vorgestellt und unsere einzelnen Beiträge, nicht nur bildnerische, sondern auch Reden und Videos, präsentiert haben. Am nächsten Tag hatten wir als erstes eine Führung durch den Bundestag und daraufhin sind wir zum deutschen Dom und hatten dort sogar die Möglichkeit zur Kuppel hochzusteigen, von wo aus wir den ganzen Gendarmenmarkt überblicken konnten. Im deutschen Dom hatten wir danach eine Plenarsitzung nachgespielt. Dabei war jeder von uns ein Abgeordneter und jede Partei musste eine Rede ausarbeiten und anschließend vorstellen. Nach dem Mittagessen konnten wir uns entscheiden ob wir eine Führung durch die Art- Spaces Neukölln, das jüdische Berlin oder Berlin Mitte mitmachen wollen. Da der Großteil von uns die Art- Spaces Neukölln anschauen wollte, war ich schließlich in der Führung durch das jüdische Berlin, welche aber auch sehr interessant war. Nach der Führung hatten wir noch etwas Zeit uns die Hackerschen Höfe anzuschauen, bevor wir schließlich essen und danach ins Improtheater „Vier Wände“ gegangen sind. Ich selbst war davor noch nie in einem Improtheater, daher war ich vorher dem ganzen gegenüber ein wenig skeptisch, allerdings fand ich die Vorstellung sehr lustig. Die Schauspieler hatten zu Beginn Begriffe verschiedener Örtlichkeiten gesammelt und sind darauf immer in den verschiedenen Orten auch in dementsprechend verschiedene Rollen geschlüpft. Am Donnerstagvormittag hatten wir einen Workshop bei der Schwarzkopfstiftung, bei welchem wir uns mit der europäischen Union auseinandergesetzt und uns den Fragen gestellt haben: Warum gibt es die EU? Wer ist die EU? Wie kann ich mich in der EU beteiligen? Nach dem Mittagessen, im Restaurant der ARD „Die Eins“, war eigentlich vorgesehen, dass wir zum Europäischen Haus gehen. Wegen der Absperrungen aufgrund des Staatsbesuches des türkischen Präsidenten Erdogan war dies jedoch nicht möglich und daher hatten wir Freizeit, bevor wir wieder zum Paul-Löbe-Haus gegangen sind. Dort durften wir im Sitzungssaal des Finanzausschusses dem SPD-Politiker und stellvertretenden Vorsitzenden der europäischen Bewegung Fragen stellen, beispielsweise wieso die Regierung/EU Waffentransporte ins Ausland genehmigt oder auch nach seiner Einstellung gegenüber einer Mandatsbegrenzung für das Amt der Bundeskanzlerin ist. Danach gab es eine Feedbackrunde über die Preisträgerfahrt. Meiner Meinung nach war alles sehr gut organisiert, ich habe sehr viele nette Leute kennengelernt, das Essen und die Unterkunft waren auch wirklich gut und ich bin sehr froh und dankbar, dass ich nach Berlin eingeladen wurde. Am Freitagvormittag haben wir eine Plenarsitzung besucht. Dabei konnten wir auch wieder aufgrund des Erdogan-Besuchs nicht durch die normale Sicherheitskontrolle in den Bundestag, sondern sind durch einen Tunnel vom Paul-Löbe-Haus rüber gelaufen. Danach waren wir noch im Besucherrestaurant des Bundestags essen und, nach einer letzten Fahrt zum Hotel, mussten wir uns auch alle voneinander verabschieden und wieder nach Hause fahren. Celine Sauer, Q12

 

Text, Fotos: C. Sauer