E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Musisches Gymnasium

Gentechnik-Praktikum

Besuch des Demonstrationslabors an der Universität Bayreuth kGentechnik15

Gentechnik ist für viele Menschen ein Reizwort, wenn sie dabei an gentechnisch veränderte Pflanzen oder Tiere und die daraus hergestellten Produkte denken. Zuviel erscheint hier fragwürdig in seinen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Auch die mögliche gezielte Veränderung und die Selektion menschlicher Eigenschaften stellt unsere Gesellschaft vor moralische Herausforderungen.
Dass die Gentechnik jedoch zunächst nur ein Werkzeug ist und erst die Art und Weise ihrer Anwendung als „gut“ oder „böse“ erscheint, erfahren aktuell die Schülerinnen und Schüler der Q11 im Biologie- und bcp-Unterricht. Viele Anwendungen sind moralisch unbedenklich und sind heute für die Kriminalistik oder auf medizinischer Ebene nicht mehr wegzudenken, sei es die Täteridentifizierung über den genetischen Fingerabdruck oder die Optimierung komplexer Krankheitstherapien mit Hilfe genetischer Eigenheiten von Patienten.
27 Schülerinnen und Schüler konnten nun am 27.03. im Demonstrationslabor Bio/Gentechnik an der Universität Bayreuth einige der grundlegendsten Techniken der Gentechnik kennen lernen und ihre Durchführung erproben.
Begleitet und betreut durch Frau Baumgartner und Herrn Dr. Bail hatte die Schülergruppe in Dr. Scharfenberg einen didaktisch hervorragenden Praktikumsleiter, der auf unterhaltsame und lehrreiche Weise die Hintergründe der einzelnen Techniken, ihre Bedeutung für die alltägliche Anwendung sowie ihre Durchführung und Analyse näher brachte.
Thema des Projekttages war der Genetische Fingerabdruck, wie er in der Kriminalistik Anwendung findet. Nach Einübung der grundlegenden Handgriffe konnten die Schüler hierzu menschliche DNS isolieren und aufreinigen, dann spezielle und für jeden Menschen in ihrer Kombination einzigartige DNS-Abschnitte mit Hilfe der PCR-Technik vervielfältigen, um diese anschließend durch eine Gelelektrophorese der Größe nach aufzutrennen und mit Hilfe eines Fluoreszenzfarbstoff sichtbar zu machen.
Das Arbeiten unter universitären Bedingungen in einem gut ausgestatteten Labor und das direkte Eintauchen in den Uni-Alltag während der Mittagspause machte diesen Praktikumstag zu einem lehrreichen und gewinnbringenden Erlebnis.

Text und Fotos: J. Bail