E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Musisches Gymnasium mit Lang- und Kurzform

Am E.T.A.Hoffmann-Gymnasium wird Schule nicht nur als ein Ort des Lehrens und Lernens verstanden, sondern auch als gemeinsamer Lebensraum. Mehr als 900 Schülerinnen und Schüler und über 100 haupt- und nebenamtliche Lehrkräfte sollen sich hier wohlfühlen und als Persönlichkeit anerkannt werden. Vielleicht ist es dieser Gedanke, der zu einer sehr starken Identifikation von Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern mit „ihrem“ E.T.A. führt.
Diese zeigt sich insbesondere an den vielfältigen Aktivitäten außerhalb des „normalen“ Unterrichts. Gerade hier begegnen sich Schüler und Lehrer unter anderen Bedingungen: Der Leistungsdruck tritt zurück hinter dem Bemühen, gemeinsam an einer Sache zu arbeiten. Schüler können Qualitäten zeigen, die im Fachunterricht nur eine Nebenrolle spielen. Gerade aus diesen vielen Begegnungen außerhalb des Unterrichts erwächst ein intensives Kennenlernen, was sich in besonderem Maße positiv auf den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler auswirkt: Sie spüren gerade im außerunterrichtlichen Kontakt mit Lehrern und Schulleitung, dass sie als Person angenommen und ihre Fähigkeiten geschätzt werden. 

Ein Blick auf die Liste der Wahlfächer genügt, um festzustellen, wie vielfältig die Aktivitäten sind: Neben dem Engagement im engeren musischen Bereich, wie Konzerten, Theateraufführungen, literarischen Abenden und Ausstellungen, bietet das E.T.A. jedem Schüler Möglichkeiten, seine besonderen Gaben zu entwickeln. Die Wahlangebote reichen von der Multi-Media-AG über Erste Hilfe-Kurse bis hin zu Einradfahren und vielem anderen.

Einige Aktivitäten im Einzelnen:
Besonderes Augenmerk wird auf das Erlernen sinnvoller Lerntechniken gelegt. Alle Fünftklässler erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme am Wahlunterricht 'Lernen lernen' durch die Beratungslehrerin in Zusammenarbeit mit dem Schulpsychologen, damit der Start am Gymnasium gelingt. Auch in Fällen, in denen Beratungsbedarf für Einzelne oder Klassen besteht, stehen der Schulpsychologe und das Seminar der angehenden Schulpsychologen unbürokratisch zur Verfügung.

Die gemeinsame Projektarbeit steht bei der Schülerzeitung "RELATIV" im Vordergrund. Die wirtschaftliche Planung, das Layout und natürlich das Recherchieren und Schreiben selbst stellen die Schüler ständig vor neue Herausforderungen. Wenn dann die neue Ausgabe, die man von A bis Z selbst geschaffen hat, auf dem Tisch liegt, ist den Redakteuren der Stolz anzumerken.
Beim Schneeball, der jeweils in der Faschingszeit stattfindet und maßgeblich von Eltern und SMV organisiert wird, können Schüler sich auf dem gesellschaftlichen Parkett erproben.

Auch das religiöse Leben ist am E.T.A. sehr ausgeprägt (Schulgebet, Besinnungstage, Schulgottesdienste, Taizé-Fahrten u.a.) und wird durch die Aktivitäten der J-GCL-Ortsgemeinschaft „Stella matutina" zusätzlich bereichert.
Verantwortung übernimmt eine Vielzahl von Schülern als Schulsanitäter und Tutoren, deren Wirken im Dienste der Mitschüler aus der Schule nicht mehr wegzudenken ist.
Auch die Aktionstage im Juli bieten den Schülern die Möglichkeit, sich bei den verschiedensten Aktivitäten zu erproben.

Seit 2006 betreiben zwei engagierte Frauen mit ihren Helfern die auf dem Schulgelände neu errichtete Mensa. Hier wird nicht nur für das leibliche Wohl der Schüler gesorgt, sondern die Mensa stellt auch einen Treffpunkt für die gesamte Schulgemeinschaft dar. Immer wieder finden hier Festlichkeiten der Schulfamilie statt sowie die besonders beliebten kulinarischen Abende der Fachschaften: Hier kann man speisen wie die alten Römer (Kulinarische Lesung mit viergängigem Menü) oder die lateinamerikanische Küche kosten (maíz i mucho mas), um nur zwei Veranstaltungen beim Namen zu nennen. Die Mensa wird auch für musikalische Darbietungen genutzt; schon mehrfach ist das Ehemaligen-Vokalensemble a capella assonanz erfolgreich hier aufgetreten. Ihren Bildungsauftrag nimmt die Schule sogar bis in die Mensaküche hinein wahr: Hier wird – und das dürfte einzigartig sein – sogar ein Azubi ausgebildet!

Einen Höhepunkt jeden Schuljahres stellt das alljährliche Schulfest dar. Organisiert von Lehrern, Schülern und Elternschaft „tobt der Bär“ vom Nachmittag bis tief in die Nacht hinein: Der Zustrom der aktuellen Schulfamilie und zahlreicher Ehemaliger legt beredtes Zeugnis ab von der starken Identifikation der Schüler mit ihrer Schule. Wer einmal vom Virus E.T.A. befallen wurde, den verlässt er auch nicht über das Abitur hinaus.
Nicht zuletzt trägt sicherlich auch das weitläufige, attraktive Schulgelände, das zum Verweilen und sogar zum Lernen einlädt, dazu bei, dass sich Schüler und Lehrer hier wohlfühlen.