E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Musisches Gymnasium mit Lang- und Kurzform

Das E.T.A. Hoffmann-Gymnasium ist nicht allein eine Schule für Schülerinnen und Schüler, sondern auch eine Seminar-Schule für junge Lehrerinnen und Lehrer. Die Seminarausbildung an unserer Schule blickt auf eine sehr lange Tradition zurück, denn bereits seit der Schulgründung wurden am Stephansberg Junglehrer auf ihre spätere Arbeit, zur damaligen Zeit für die Grund- und Hauptschule, vorbereitet. 1872 nannte man das noch „Königliches Schullehrer-Seminar“, wie man der Inschrift beim Haupteingang entnehmen kann.

Mittlerweile hat sich die Schulstruktur längst verändert, die Ausbildungsbezeichnung lautet „Studienseminar“ und an unserem musischen Gymnasium werden Studienreferendare in den Fächern Deutsch, Englisch, Geschichte, Kunst, Mathematik, Physik, Schulpsychologie und Sozialkunde ausgebildet. Die Leitung des Studienseminars liegt in den Händen des Seminarvorstands, der gleichzeitig Schulleiter ist.
 
Jedes Schuljahr kommen im September neue Absolventen aus der Universität zu uns und treten ihren zweijährigen Vorbereitungsdienst an. Ihre wissenschaftliche und didaktische Qualifikation haben sie durch das erste Staatsexamen erhalten, und während der Referendarzeit ist es die Aufgabe der Seminarlehrer, sie intensiv auf ihre berufliche Zukunft in der Schule vorzubereiten. Dazu tragen auch allgemeine Seminare in den Fächern Pädagogik, Psychologie, Grundfragen staatsbürgerlicher Bildung sowie Schulrecht/Schulkunde bei. Die eher theoretisch ausgerichtete Ausbildung an der Universität wird also durch zwei Jahre intensiven Praxisbezug vertieft und mit dem zweiten Staatsexamen abgerundet - ein bewährtes Ausbildungsmodell, um das Bayern übrigens andere Bundesländer durchaus beneiden.
      
Die Erfahrungen der letzten Jahre lassen die Behauptung zu, dass die Zusammenarbeit von Seminarlehrern, Referendaren und Schülern am E.T.A. Hoffmann-Gymnasium erfolgreich und für alle förderlich war. Es herrschte und herrscht ein sehr gutes Vertrauensverhältnis, das sich z.B. darin niederschlägt, dass selbst schwächere Referendare nie von E.T.A.-Schülern im Stich gelassen wurden, wenn sie im Unterricht besucht wurden oder gar Lehrproben anstanden. Probleme oder Konflikte ergaben sich wie in  jedem anderen Ausbildungsbereich auch in unserer Schule, aber es gelang bisher immer, diese einvernehmlich zu lösen. Weit häufiger aber profitierten die Schülerinnen und Schüler unserer Schule davon, dass sie von gut vorgebildeten und hochmotivierten Junglehrern unterrichtet wurden. Ein Gymnasium ohne Studienseminar kann von so einer ständigen Atmosphäre fachlicher und pädagogischer Innovation durch junge Lehrkräfte nur träumen.

Aus den Äußerungen vieler ehemaliger Referendare geht hervor, dass sie gerne am E.T.A. waren. Manche von ihnen wären am liebsten geblieben und einzelne haben das sogar geschafft. Einen zuverlässigeren Nachweis für die gute Atmosphäre am Studienseminar des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums gibt es wohl nicht.